Vom ersten Zahn an: Mundpflege im Kindesalter

Mundpflege im KindesalterBereits die Kleinsten sollten täglich ihr Milchgebiss reinigen. Das ist wichtig ist, denn die Erfahrung zeigt, dass Kinder, die im frühen Alter unter Karies Leiden, zumeist auch kariöse bleibende Zähne bekommen.
Um kleine Kinder zum Zähneputzen zu motivieren, können spielerische Anreize gesetzt werden: Ein Spiegel, in den beim Zähneputzen geschaut werden kann, eine Sanduhr oder Plastiktier mit seinem großen Maul, dem das Kind auch die Zähne putzen kann. Probieren Sie es aus.

Zahnbürste & Co.
Die Kinderzahnbürste sollte einen kurzen Kopf und Kunststoffborsten haben und muss im Griff verstärkt sein, damit er von der Kinderhand leicht gehalten werden kann.

Sobald Kinder gelernt haben, dass Zahncreme nicht verschluckt werden darf, können Sie milde Erwachsenencremes zum täglichen Zähneputzen verwenden. Die Kleinen gewöhnen sich schnell an den Geschmack und haben so schon von frühester Jugend an einen hervorragenden Schutz vor Karies und Zahnfleischerkrankungen.

Kinderleicht zu lernen ist die Putztechnik mit System: Kauflächen - Außenflächen - Innenflächen, abgekürzt KAI. Zweimal täglich bürsten, immer in der gleichen Reihenfolge, oben - unten, rechts - links, und das Ganze ohne großen Druck: So bleiben Kinderzähne gesund.
Erwachsene sollten bei Kindern bis zum 10. Lebensjahr nachputzen.

Zahnpflege für Jugendliche

Zahnpflege für JugendlicheMit ungefähr 12 Jahren bricht als letzter Zahn des Wechselgebisses der 2. Mahlzahn durch. Zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr folgt schließlich noch der Weisheitszahn - sofern er im Kiefer angelegt ist.
Doch in der Regel ist die Schmelzstruktur neu durchgebrochener Zähne während der Pubertät noch nicht vollständig ausgereift. Besonders in den Wachstumsphasen sind bei Jugendlichen oft die Abwehrkräfte geschwächt, verbunden mit einer Anfälligkeit für Zahn- und Munderkrankungen.

Widerstandskraft der Zähne stärken
Da eine optimale Schmelzreifung entscheidend ist für die künftige Widerstandskraft des Zahns, benötigen "die Neuen" eine ausreichende und regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen, insbesondere mit Kalzium, Phosphat und Aminfluorid. Die Sonderstellung der Aminfluoride beruht auf ihrer speziellen Molekülstruktur: das Fluoridion ist hier an einen organischen Fettsäureaminrest gebunden. Dies ist bei anorganischen Fluoriden wie Natriumfluorid und Natriummonofluorphosphat nicht der Fall. Aminflouride können vom Organismus abgebaut werden.

Genau wie die tägliche Zahnpflege mit aminfluoridierter Zahnpasta (Fluoridgehalt 1000 bis 1500 ppm), ist eine kalziumreiche Ernährung weiterhin zu empfehlen. Kalzium spielt eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung "fester Knochen" und gesunder Zähne. Auch für den korrekten Ablauf vieler Körperfunktionen wird Kalzium benötigt.

Neben regelmäßigen Mundspülungen, die das Zahnfleisch der Jugendlichen vor schädlichem Bakterienbefall schützen, kommt bei der Zahnpflege mit dem Durchbruch der bleibenden Zähne die Zahnseide "neu ins Spiel". Denn die 28 Zähne des bleibenden Gebisses (ohne Weisheitszähne), stehen oftmals viel enger zusammen als die Milchzähne. Dadurch entstehen zwischen den Zähnen Nischen, in denen Essensreste leicht hängen bleiben und Bakterien sich ungestört vermehren können. Reste und Bakterien können aber mit Zahnseide wieder "hinausbefördert" werden.

Lohnender Einsatz für ein cooles Lächeln
Besondere Zuwendung benötigen auch Zahnspangen und Brackets. Sie vervielfachen die Zahl der Nischen im Mundraum - wiederum ideale Bedingungen für Speisereste und Bakterien. Ohne eine äußerst gründliche Zahnpflege bilden sich innerhalb weniger Tage oberflächliche Entkalkungen, es drohen Karies und Zahnfleischentzündungen. Man muss es sportlich nehmen und "Ausdauer und Einsatz" üben: 10 bis 15 Minuten sollte die Reinigung am Abend dauern und alle Flächen an den Brackets und den Zähnen drum herum einschließen. Elektrische Zahnbürsten können die Zahnpflege durchaus erleichtern, Hilfe bietet die professionelle Zahnreinigung und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt.
Sicher ist: Ein strahlendes Lächeln mit makellosen Zähnen kommt beim anderen Geschlecht immer gut an!

Impressum